SGL Devils Damen - Skaterhockey

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Start Auswärtsfahrt mit Hindernissen: Aufstieg der 1. Damen

Auswärtsfahrt mit Hindernissen: Aufstieg der 1. Damen

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Am Wochenende machten die SGL Devils Damen ihre Saison in der 2. DL Süd mit dem bestmöglichen Ergebnis und dem Aufstieg in die 1. Damenliga perfekt. In Bräunlingen erarbeiteten sich die Devils einen hart umkämpften 3:5 Sieg und waren damit schon vorzeitig nicht mehr von der Tabellenspitze zu vertreiben.

Am Sonntag folgte in Heilbronn die Kür: Bei dem 0:8 Auswärtserfolg kamen die Gastgeber Heilbronn Dragons kaum zu nennenswerten Chancen.



Am frühen Samstag morgen starteten die Devils Damen in Richtung Süden der Republik. Mit ausreichend Zeit und Verpflegung im Gepäck konnten die Langenfelderinnen ganz entspannt auf Reisen gehen. Anders als bei einigen vorherigen Fahrten in Richtung Süddeutschland blieben die Reisenden von Staus, Sperrungen oder anderen Widrigkeiten verschont und kamen trotz der einen oder anderen Pause frühzeitig in Bräunlingen an. Dort wurde erst einmal der für die Devils ungewohnte Außenplatz mit Betonboden und Regenwasserabfließfreundlicher Bodenneigung begutachtet. Dass es nur eine Tür zum Wechseln für beide Teams gab, war weniger Anlass für Spekulationen, als die Tatsache, dass für Strafzeiten die Übeltäter erst einmal eine kleine Kletterpartie hinlegen mussten, um vom bzw. wieder ins Feld zu gelangen. "Besser keine Strafzeit kassieren" mag sich die eine oder andere Spielerin an dieser Stelle wohl gedacht haben.

Bis zum Spiel vertrieb man sich die Zeit mit viel Wasser trinken (die Temperaturen hatten es in der prallen Sonne in sich) und dem Zuschauen der deutschen und Schweizer Nationalmannschaft, die sich in der nebengelegenen Halle ein Länderspiel lieferten. Als es schließlich losgehen sollte, waren alle da: Spieler, Trainer, Betreuer, Zeitnehmer, Fans - nur die Schiedsrichter waren weit und breit nicht zu sehen. So verzögerte sich der Spielbeginn doch deutlich und konnte nur aufgrund der Tatsache, dass durch das Länderspiel qualifizierte Schiedsrichter vor Ort waren (und nach ausführlicher Rücksprache mit den ISHD Verantwortlichen) stattfinden.

Sei es der langen Pause geschuldet, dem Boden, auf dem Pässe und Bälle immer wieder versprangen, der Hitze oder individueller Unkonzentriertheit, wie dem auch sei, das Spiel startete auf beiden Seiten eher schleppend. Langenfeld hatte Mühe die Bälle in der gewohnt sicheren Manier zu spielen und durch Torschüsse gefährliche Aktionen in der Offensive zu setzen. Die Crashcats, in diesem Spiel wieder mit ihrer Top-Scorerin und Eishockey-Nationalspielerin verstärkt, agierten geschickt und versuchten den Raum eng zu machen. Dennoch sollte die Hartnäckigkeit der Devils belohnt werden. Ein Schuss von Steffi May (Vorlage Nina Bühnemann) fand verdient den Weg ins Tor der Crashcats und brachte die Führung in der 6. Spielminute. Trotz einiger Chancen sollte in diesem Drittel kein Tor mehr fallen.

Damit konnten die Devils nicht zufrieden sein, doch auch im zweiten Drittel lief es zunächst nicht so wie geplant. Die Crashcats glichen zum 1:1 aus, Torschützin war Jaqueline Jantzen, die nach einer für die Crashcats überstandenen Unterzahl die Devils auf dem falschen Fuß erwischte. Zwar stellte Steffi May nur 2 Minuten später wieder den alten Abstand her, doch dann dauerte es bis zur 38. Spielminute bis Sarah Zimmermann auf 1:3 erhöhte. Ein Durchatmen war dennoch nicht möglich, wiederum nur eine Minute später schlossen die Crashcats durch einen weiteren Treffer von Jaqueline Jantzen zum 2:3 auf.

Kurz nach Wiederanpfiff des letzten Drittels konnten die Gastgeber dann sogar den Ausgleichstreffer (Jantzen, 45. Spielminute) bejubeln. So hatten sich die Langenfelderinnen das Spiel nicht vorgestellt: Zeit noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Das Spiels wurde nun etwas kleinlicher, man merkte den Crashcats deutliche Ermüdungserscheinungen an. So war es auch eine Unachtsamkeit, die den Devils das Tor zur 3:4 Führung bescherte. Sarah Zimmermann schoss aus zweiter Reihe auf das Tor der Gastgeber, der Schuss prallte an der Torhüterin ab und rollte im Schneckentempo hinter ihrem Rücken Richtung Torlinie. Beide Mannschaften hielten den Atem an, als schließlich der Ball im Tor landete. Erleichterer Jubel auf Seiten der Devils, ungläubige Gesichter bei den Crashcats. Noch war alles offen, auch wenn die Crashcats mit ihren Kräften haushalten mussten. 1.30 Minuten vor Schluss nahmen sie schließlich den Torwart zugunsten eines 5. Feldspielers heraus, um doch noch den Ausgleich zu erzwingen. Dem machten die Langenfelderinnen allerdings einen Strich durch die Rechnung: Nina Bühnemann lenkte kurz vor Abpfiff ein Zuspiel von Isabell Gillen ins leere Tor der Gäste zum 3:5 Endstand.

Es war geschafft: Das Ziel des direkten Wiederaufstiegs war erreicht und die Devils Damen feierten erst einmal gemeinsam mit Betreuern, Zuschauern & Trainer diesen Erfolg. Die Freude darüber, anders als in den übrigen Saisonspielen auch in einem engen Spiel die nötigen Biss und das Vertrauen in die eigene Leistung behalten und als Mannschaft das gesteckte Ziel erreicht zu haben, war allen anzusehen.



Noch am selben Abend ging es in Richtung Heilbronn, wo am Sonntag das nächste Spiel anstehen sollte. Einchecken, Abendessen, Müde-ins-Bett-fallen könnte die Kurzzusammenfassung lauten. Am nächsten Morgen war es eine sehr entspannte Anreise zum Spielort - weniger als 10 Minuten Fahrt, diesen Luxus haben die meisten noch nicht einmal bei Heimspielen.

Langenfeld startete sehr motiviert ins Spiel und überrumpelten die Dragons hierdurch sichtlich. Drei schnelle Tore waren die Folge:
1:29 Isabell Gillen (Pat Maiellaro)
2:13 Nina Bühnemann (Sarah Zimmermann)
3:02 Lisa Maiellaro (Sandra Malewski)

Selbst in Unterzahl waren die Devils in diesem Minuten nicht zu stoppen: Pat Maiellaro schob in der 6. Spielminute auf Vorlage von Sarah Zimmermann zum 0:4 ein. Zum Abschluss des Drittels war es noch einmal Isabell Gillen auf Zuspiel von Pat Maiellaro, die auf 0:5 erhöhte.

Obwohl die Dragons mit nur 6 Feldspielern antraten und damit konditionell eher benachteiligt waren, konnten sie ihre Leistung in den kommenden Dritteln steigern. Zwar machte immer noch Langenfeld das Spiel und die Gastgeber kamen nur zu wenigen Einsätzen vor dem Devils-Tor, doch Torhüterin und sicherer stehende Abwehrspielerinnen verhinderten eine höhere Führung der Devils. Allerdings mussten die Langenfelderinnen sich hier auch an die eigene Nase fassen - zu nachlässig und wenig druckvoll agierten sie im zweiten Drittel. So gab es nur einen Treffer von Sandra Malewski während den mittleren 20 Minuten.

Gegen Ende des letzten Drittels konnten sich die Devils noch einmal steigern und erhöhten sichtbar den Druck auf das Tor der Dragons. Dieser Einsatz wurde belohnt: Stefanie May schraubte das Ergebnis auf Zuspiel von Nina Bühnemann und Anna Daldorf auf 0:8 herauf.

Mit dem Abpfiff war klar, die Devils steigen ohne Punktverlust auf und treffen nun in einem Über-Kreuz-Spiel auf den Tabellenersten der 2. Damenliga Nord. Aktuell sieht es dort nach einem harten Duell zwischen den Spreewölfen Berlin und den Brakel Blitzen aus. Der Sieger aus der Partie Nord gegen Süd ist Erster der 2. Damenliga und bekommt auch den Meisterschaftspokal überreicht - auf diese Begegnung werden sich die Devils in den kommenden Wochen besonders intensiv vorbereiten. Die Spiele werden aber frühestens nach den Sommerferien stattfinden, wenn die übrigen Partien der Liga ausgespielt sind.

 

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